10 Tipps was Sie beim Texten beachten sollten

Texten kann doch jeder, oder?

„Ein erstklassiger Werbetext kennt keine Alternative“, heißt es großspurig auf der Startseite meiner Homepage. In meinem ersten Blog-Artikel möchte ich erklären, was ich damit meine und warum texten harte Knochenarbeit ist. Die Sache ist die: An meinen Texten schleife und feile ich so lange, bis ich mir sicher bin, dass Sprache, Stil, Tonalität, Emotionen und Informationsgehalt zu 100 Prozent harmonieren. Aber nicht nur das: Egal ob in der Unternehmenskommunikation oder Werbung – ein Text darf nie langweilig sein, muss Interesse wecken und ein Unternehmen ins Gespräch bringen bzw. ein Produkt verkaufen. Vermeiden Sie Selbstbeweihräucherung und überlegen Sie genau, welchen Mehrwert Sie dem Kunden anbieten möchten!

 

Es ist ein langer Weg zu einem guten Text, der keine Alternative kennt. Texte müssen erlebbar sein, sie müssen eine Seele haben und am besten vor Kreativität nur so sprühen! Abgesehen davon kann es nicht schaden, wenn Sie beim Texten diese einfachen zehn Regeln beachten:

 

1.       Fakten, Fakten, Fakten

 

Für jeden guten Text ist in einem ersten Schritt eine fundierte inhaltliche Recherche notwendig. Knien Sie sich in die Materie hinein und erarbeiten Sie sich das notwendige Wissen!

 

Texter schreiben heute vermehrt Online-Texte. Der typische Internet-User ist ungeduldig und will am besten gleich in den ersten ein oder zwei Sätzen wissen, ob die jeweilige Website die gewünschte Information liefert. Inhaltsstarke Texte sind umso wichtiger – natürlich auch aus SEO-Sicht.

 

Ich schreibe in einem ersten Schritt alle Fakten nieder, die ich kriegen kann. Vergessen Sie nicht, sich die Konkurrenzprodukte/-unternehmen anzusehen! Immerhin wollen Sie sich ja von den Mitbewerbern wohltuend abheben. In einem zweiten Schritt trenne ich die Spreu vom Weizen und prüfe alle Informationen nach deren Relevanz.

 

2.       Eine gute Text-Struktur ist die halbe Miete!

 

Bauen Sie Ihren Text logisch auf! Am Anfang steht das Wichtigste. Kommunizieren Sie das Alleinstellungsmerkmal (USP) des Unternehmens oder des Produkts gleich zu Beginn in einer glasklaren Botschaft. Streichen Sie den Mehrwert für den Kunden unmissverständlich heraus. Erst dann folgen die vertiefenden Informationen.

 

3.       Zwischentitel finden, die als Ankerpunkte dienen!

 

Bieten Sie dem Leser genügend Ankerpunkte in Form von Zwischenüberschriften. Das hat den Vorteil, dass Ihr Text übersichtlich ist und eine leserfreundliche Struktur erhält. Zwischentitel ermöglichen zudem, den Text zunächst nur zu scannen und nach Relevanz einzuordnen.

 

4.       Schreiben Sie niemals langweilig!

 

Egal ob es sich um einen Plakattext für eine neue Haarpflegelinie oder um eine technische Produktbeschreibung handelt – ein langweiliger Text killt jede noch so ausgeklügelte Kommunikationsstrategie. Hauchen Sie Ihrem Text eine Seele ein! Würzen Sie ihn mit überraschender Wortwahl, spannenden Assoziationen oder wortgewaltigen Sprachbildern!

 

5.       Bildhafte Sprache bleibt länger in Erinnerung!

 

Ein guter Text stimuliert die Sinne und startet das berühmte Kopfkino. Mit bildhafter Sprache wecken Sie Emotionen und erzeugen unmittelbar Bilder im Kopf. Das Gehirn speichert Ihre Geschichte dadurch bedeutend länger. Sie sind auf dem richtigen Weg, wenn der Leser die leichte Sommerbrise tatsächlich auf der Haut spürt, die bunt-blühende Almwiese förmlich riecht, das sanfte Plätschern des lieblichen Gebirgsbaches hört oder die majestätische Schönheit des Gebirgspanoramas vor seinem geistigen Auge sieht.

 

6.       Schreiben Sie einfache Sätze!

 

Schreiben Sie mit klaren Worten in einer einfachen Sprache. Vermeiden Sie gestelzte Fachausdrücke oder gar Fremdwörter. Konkrete Formulierungen sind leichter verdaulich als nebuloses Gefasel. Überprüfen Sie auch die Länge Ihrer Sätze! Kürzere Sätze sind lesefreundlicher als unnötig verschachtelte Sätze.

 

7.       Schreiben Sie aktiv und vermeiden Sie Substantivierungen!

 

Umständliche Passivkonstruktionen sind für einen guten Text tödlich. Sie verhindern, dass Ihr Text aktiv erlebbar ist. Schreiben Sie z. B. nicht „Ihre Kinder werden im Miniclub von gut ausgebildeten Pädagoginnen betreut“, sondern „Gut ausgebildete Pädagoginnen betreuen Ihre Kinder im Miniclub“.

 

Genauso ist es mit Substantivierungen. Sie machen Sprache zu etwas Abstraktem und berauben den Leser  seiner Vorstellungskraft. Im Satz „Ich entdecke die Welt“ steckt weitaus mehr Vorstellungspotential als in der Formulierung „Die Entdeckung der Welt“.

 

8.       Der Ton macht die Musik

 

Jeder Text hat seinen Rhythmus und seine individuelle Tonalität. Diese sind das Ergebnis von Stil, Wortwahl, Satzstellung und Tempo. Wer einen Text laut liest, merkt schnell, dass jede Autorin und jeder Text einen persönlichen Rhythmus haben. Wichtig ist, dass Sie die Melodie eines Textes von Anfang bis zum Ende durchziehen, so dass der Text in sich harmonisch ist und flüssig lesbar. Berücksichtigen Sie, dass unterschiedliche Zielgruppen unterschiedliche Anforderungen an Sprache haben.

 

9.       Die Headline zum Schluss

 

Jetzt ist man als Texterin richtig gefordert! Denn die Headline ist das Sahnehäubchen jedes guten Textes. Die Headline entscheidet darüber, ob der Text gelesen wird oder nicht. Inhaltsstark und intelligent beschreibt die Headline, worum es im Text geht. Das Wesentliche des Textes muss auf den Punkt gebracht werden. Die Headline hat die Aufgabe Neugier zu wecken und das Thema zu erklären. Achten Sie darauf, Emotionen hineinzupacken. Hier dürfen Sie ruhig frech sein und auf keinen Fall langweilig. Seien Sie kreativ und schreiben Sie in einem Brainstorming alles nieder, was Ihnen einfällt. Spielen Sie einige Varianten durch bis die richtige gefunden ist.

 

10.   Feinschliff: Jetzt geht’s ans Eingemachte

 

Zu guter Letzt überprüfen Sie den Text nochmals auf Herz und Nieren.  Ist der Text leicht verständlich und logisch aufgebaut? Stehen die wichtigsten Informationen am Anfang? Gibt es entbehrliche Inhalte, die Sie streichen können? Wie sieht es mit den Adjektiven aus – gibt es Synonyme, welche die Botschaft besser vermitteln? Beim Feintuning sollten Sie zudem Satzaufbau, Sprachrhythmus, Rechtschreibung und Grammatik kontrollieren – und zwar so lange, bis alles stimmig ist.

 

Versuchen Sie es einfach selbst einmal!

Und wenn Sie dennoch Hilfe benötigen, bin ich gerne für Sie da!

 

 

 

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